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Website Texte schneller schreiben: Mein Workflow zwischen Coaching und Kind

Es ist 21:15 Uhr. Ich sitze am Küchentisch, das bläuliche Licht meines Laptops spiegelt sich in einer Tasse pfefferminztee, die schon längst eiskalt ist. Mein siebenjähriger Sohn schläft endlich, aber mein Kopf dröhnt. Ich starre auf den Jimdo-Editor, auf diese blinkende Linie im Textfeld, die mich fast schon hämisch angrinst.

Kennst du das? Du weißt genau, was du tust – ich bin seit sechs Jahren Yoga- und Atemcoach hier in München –, aber sobald du darüber schreiben sollst, fühlst du dich wie eine totale Anfängerin. Bevor ich weiterschreibe: Ein kleiner Hinweis, dass dieser Text Affiliate-Links enthält. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalte ich eine Provision – für dich ändert sich am Preis absolut nichts. Ich empfehle hier nur Dinge, die ich selbst genutzt habe, um mein eigenes Text-Chaos zu bändigen.

Mein größtes Problem war nie meine Arbeit. Mein Problem war, dass ich für meine Website-Texte gefühlt drei Monate gebraucht habe (kein Witz, so lange habe ich an meiner ersten Über-mich-Seite herumgedoktert), nur um am Ende doch wieder alles zu löschen. Ich habe sogar 45 Euro für ein E-Book über 'High-Conversion Copywriting' ausgegeben, nur um nach drei Seiten festzustellen, dass ich kein einziges Wort verstehe. Was zur Hölle ist ein 'Value Proposition Framework'?

Das Problem mit den 'Fokus-Blöcken' (wenn man Kinder hat)

Überall liest man: 'Setz dir Fokus-Blöcke! Schreib zwei Stunden am Stück!' Ja, klar. In meiner Welt gibt es keine zwei Stunden am Stück. Es gibt die Zeit zwischen zwei Coaching-Sessions, die 20 Minuten, in denen mein Sohn ausnahmsweise mal alleine Lego spielt, und die späten Abende, an denen mein Gehirn eigentlich schon im Standby-Modus ist.

Ich habe gemerkt, dass die üblichen Tipps für mich nicht funktionieren. Wenn ich mich hinsetze und versuche, 'kreativ' zu sein, passiert gar nichts. Stattdessen spüre ich dieses vertraute Engegefühl im Zwerchfell – die totale Ironie für eine Atemtrainerin, die beim Schreiben einer Headline einfach mal die Luft anhält. Mein Workflow musste sich ändern, sonst würde ich nie fertig werden.

Ein Wendepunkt war für mich der Moment, als ich merkte, dass Tools wie die WORTLIGA Textanalyse zwar super sind, um Sätze zu kürzen, mir aber nicht sagen, *was* ich überhaupt schreiben soll. Ich brauchte eine Struktur, die in mein zerstückeltes Leben passt.

Mein Workflow: Von 14 Entwürfen zu einer fertigen Seite

Früher hatte ich 14 verschiedene Entwürfe für meine Newsletter-Einleitungen in einem Google Doc gespeichert. Keiner davon war fertig. Heute arbeite ich anders. Ich nutze einen strukturierten Prozess, den ich durch lexosophie gelernt habe. Das Ganze hat mich insgesamt 137 Euro gekostet – bei neun Monaten Zugang macht das etwa 15,22 Euro pro Monat. Das ist weniger, als ich für meine Matte-Reiniger im Studio ausgebe, aber es hat meine Schreibzeit pro Seite von gefühlten Ewigkeiten auf etwa drei Stunden reduziert.

Hier ist, wie ich das heute mache, wenn zwischen Schulweg und Abendessen die Zeit drängt:

Warum 'echt' besser ist als 'perfekt'

Mein erster Entwurf für meine Startseite klang so: 'Ich biete ganzheitliche Atemtherapie für gestresste Individuen in der bayerischen Landeshauptstadt.' Gähn. Total langweilig und irgendwie... fake. So rede ich nicht mal mit meinem Steuerberater.

In meinem Kopf schlich sich oft dieser Gedanke ein: 'Wenn ich einfach noch einmal die Ujjayi-Atmung beschreibe, merken sie vielleicht nicht, dass ich meine Preise noch nicht erwähnt habe.' Ich hatte Angst vor dem Erstellen der Angebotsseite, weil ich dachte, ich müsste wie ein Verkäufer klingen.

Durch den strukturierten Feedback-Loop in Lexosophie habe ich gelernt, dass meine Kunden mich buchen, *weil* ich so bin, wie ich bin. Nicht, weil ich die besten Adjektive benutze. Wenn du wissen willst, wie sich das anfühlt, schau dir mal meinen Text über Lexosophie im Test an. Es war eine Befreiung.

Die 3-Stunden-Regel

Dank der KI-Unterstützung und der klaren Module schaffe ich heute eine komplette Seite in drei Stunden. Das teile ich mir auf:

  1. Stunde 1: Struktur festlegen und Rohfassung (während das Kind in der Schule ist).
  2. Stunde 2: Verfeinern und meine 'Stimme' reinbringen (in einer Pause zwischen zwei Sessions).
  3. Stunde 3: Feinschliff mit Tools und Einpflegen in Jimdo (am Abend, wenn Ruhe eingekehrt ist).

Das Beste daran? Ich habe endlich den Link an die Lokalzeitung geschickt, der seit Monaten in meinem Posteingang gammelte. Ohne schlechtes Gewissen. Ohne das Gefühl, eine Hochstaplerin zu sein.

Fazit: Fang einfach an (auch mit klebrigen Tasten)

Wir Solopreneure denken oft, wir müssten alles alleine schaffen – oder wir müssten tausende Euro für einen Texter ausgeben, die wir am Anfang einfach nicht haben. Aber die Wahrheit ist: Niemand kennt dein Business so gut wie du. Du brauchst nur ein System, das nicht zusammenbricht, wenn dein Kind mit einer Laufnase aus der Kita kommt.

Wenn du auch an dem Punkt bist, an dem du deine Headline zum fünften Mal umschreibst und trotzdem unzufrieden bist, schau dir lexosophie mal an. Es ist kein magisches Tool, das die Arbeit für dich macht, aber es ist wie ein guter Yoga-Block: Es gibt dir den Halt, den du brauchst, um dich selbst in deine Texte hineinzudehnen, ohne dass es wehtut.

Und jetzt? Klapp den Laptop zu. Die Texte schreiben sich nicht von selbst, aber sie müssen auch nicht heute Nacht fertig werden. Atme tief durch – und vielleicht putze ich morgen mal die Taste mit dem Gummibärchen-Rest.

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