Mein Webtext

Vom 'Hallo, ich bin...' zum echten Kundenmagneten: Meine 3 Versuche

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Eigentlich fing alles mit einem Anruf an, der mich völlig unvorbereitet traf. Eine Lokalzeitung hier in München wollte über meine Yoga- und Atemkurse berichten — was für eine Ehre! Aber dann kam der Satz, der mich das ganze Wochenende panisch vor den Laptop fesselte: „Schicken Sie uns doch einfach den Link zu Ihrer Website, damit wir Sie verlinken können.“

Ich hatte keine Website. Ich hatte sechs Jahre lang nur von Mund-zu-Mund-Propaganda gelebt. Also baute ich an einem Wochenende im letzten November hektisch meine erste Seite auf Jimdo zusammen. Das Design stand schnell, aber dann kam die „Über mich“-Seite. Ich starrte drei Monate lang auf diesen blinkenden Cursor. Wer bin ich eigentlich im Internet? Und warum ist es so verdammt schwer, über sich selbst zu schreiben, ohne wie ein Roboter oder eine Hochstaplerin zu klingen?

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision — für dich ändert sich am Preis rein gar nichts. Ich teile hier nur Tools und Kurse, die ich selbst für meinen steinigen Weg zur besseren Website genutzt habe. Hier ist meine vollständige Offenlegung.

Version 1: Der „Ich-habe-viele-Zertifikate“-Lebenslauf

Mein erster Entwurf im November war eine Katastrophe, auch wenn ich das damals nicht wusste. Ich dachte, ich muss beweisen, dass ich kompetent bin. Mein Text sah ungefähr so aus:

„Mein Name ist Katrin, ich bin 41 Jahre alt und zertifizierte Yogalehrerin (500h RYT). Ich habe Fortbildungen in Pranayama, Vinyasa Flow und Kinderyoga absolviert. Seit 2020 leite ich mein eigenes Studio in München-Giesing...“

Ganz ehrlich? Das liest sich wie ein Nachruf oder eine Bewerbung bei einer Versicherung. Ich habe mich hinter meinen Papieren versteckt. Das Problem war: Meine Kunden kommen nicht zu mir, weil ich ein Zertifikat von 2018 habe. Sie kommen, weil sie gestresst sind und endlich wieder durchatmen wollen. Dieser Text hat absolut nichts über mich als Mensch ausgesagt — und noch weniger darüber, was ich für sie tun kann.

Ich habe diesen Text einer Freundin gezeigt, und sie sagte nur: „Katrin, das bist du nicht. Du bist doch viel wärmer.“ Autsch. Aber sie hatte recht.

Version 2: Die „Spirituelle Erleuchtung“ (Viel zu viel Storytelling)

Nachdem mir klar wurde, dass mein Lebenslauf niemanden hinter dem Ofen hervorlockt, bin ich ins andere Extrem gekippt. Ich hatte irgendwo gelesen, dass man „Storytelling“ machen muss. Also schrieb ich im Januar einen Text, der fast schon peinlich tiefgründig war:

„Es gab diesen einen Moment im Morgengrauen, als der Nebel über der Isar aufstieg und ich spürte, wie meine Seele nach Ruhe schrie. In diesem Augenblick der absoluten Stille wusste ich: Ich muss den Atem in die Welt tragen...“

Klingt schön? Vielleicht für einen Roman. Aber für eine Website-Besucherin, die gerade zwischen Homeoffice und Kind-vom-Hort-abholen kurz nach Entspannung sucht, war das einfach zu viel. Ich habe mich in Metaphern verloren und völlig vergessen, dass ich eine Dienstleistung anbiete. Ich hatte 14 verschiedene Entwürfe in einem Google Doc gespeichert und wusste am Ende gar nicht mehr, wer ich bin.

Was mir in dieser Phase wirklich geholfen hat, war ein Tool, um meine Sätze mal kritisch zu prüfen. Ich habe meine Texte in die WORTLIGA Textanalyse kopiert. Das Tool kostet rund 95 $ und ist eigentlich für Profis gedacht, aber für mich war es ein Augenöffner. Es hat mir gnadenlos gezeigt, wo meine Sätze zu lang waren (fast überall) und wo ich zu viele Passiv-Konstruktionen benutzt habe. Wenn du wissen willst, ob dein Text überhaupt lesbar ist, schau dir WORTLIGA hier an. Es sagt dir zwar nicht, was du schreiben sollst, aber es haut dir auf die Finger, wenn du zu schwurbelig wirst.

Version 3: Die Brücke zwischen mir und meinen Kunden

Der Durchbruch kam erst vor ein paar Wochen, im März 2026. Ich hatte eingesehen, dass ich kein Naturtalent im Schreiben bin und Hilfe brauchte, die über eine bloße Rechtschreibprüfung hinausgeht. Ich wollte verstehen, wie ich meine Geschichte so erzähle, dass sie für meine Kunden relevant ist.

Ich habe mich für lexosophie entschieden. Das ist ein strukturierter Kurs, der für 137 $ (mit 9 Monaten Zugang — perfekt für mich, weil ich zwischen Coaching-Sessions und meinem Siebenjährigen oft nur 20 Minuten am Stück Zeit habe) genau das bietet, was mir fehlte: ein System. Statt vor dem leeren Blatt zu verzweifeln, gab es dort konkrete Fragen, die ich beantworten musste.

Mein jetziger Text fängt so an:

„Du stehst morgens schon unter Strom und der Kaffee ist das Einzige, was dich aufrecht hält? Ich kenne das. Als Mutter und Coach weiß ich, dass wir keine Zeit für zwei Stunden Meditation im Wald haben. Deshalb zeige ich dir Atemtechniken, die in drei Minuten funktionieren — mitten im Chaos.“

Siehst du den Unterschied? Ich bin immer noch da (die Mutter, der Coach), aber der Fokus liegt auf dir. Ich habe gelernt, dass die Über-mich-Seite eigentlich eine „Warum du bei mir richtig bist“-Seite ist. Wenn du auch keine Lust mehr hast, monatelang Sätze hin- und herzuschieben, kann ich dir lexosophie wirklich ans Herz legen. Es ist kein theoretisches Blabla, sondern man arbeitet direkt an den eigenen Texten.

Was ich auf die harte Tour gelernt habe

Meine Website ist immer noch nicht „perfekt“. Wahrscheinlich werde ich die Überschrift morgen wieder ändern, weil ich im Supermarkt eine bessere Idee hatte. Aber das ist okay. Eine Website ist kein in Stein gemeißeltes Denkmal, sondern ein lebendiges Teil deines Business.

Wenn du gerade an deiner Über-mich-Seite verzweifelst: Atme tief durch (Pranayama-Tipp gratis dazu!). Es muss nicht beim ersten Mal sitzen. Aber wenn du merkst, dass du dich im Kreis drehst, hol dir Unterstützung. Ob es ein Kurs wie lexosophie ist oder einfach nur ein Tool, das deine Sätze kürzt — quäl dich nicht alleine durch den Text-Dschungel. Dein Business ist zu wertvoll, um hinter schlechten Texten versteckt zu bleiben.