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Verlinkungen auf der eigenen Website setzen: So führst du Leser zum Erstgespräch

Elf Links zählte ich, als ich meine alte Website Zeile für Zeile durchging, und kein einziger davon führte zum Buchungskalender für mein Erstgespräch. Die Leute lasen meine Über-mich-Seite, das sah ich an den Zahlen in der Google Search Console, aber danach passierte: nichts. Sie waren einfach weg. Für mich der Moment, in dem klar wurde: Interne Verlinkung ist keine Nebensache, sondern der Kern jeder ernsthaften Website-Strategie.

Der Mythos vom aufdringlichen Link

Der Mythos, den viele Solopreneurinnen für wahr halten, klingt einleuchtend: Wer zu viele Links in seine Texte packt, wirkt wie eine Verkäuferin, nicht wie eine Coachin. Auch ich verließ mich lange fast nur auf den 'Kontakt'-Punkt im Menü, in der Annahme, wer wirklich buchen will, findet ihn schon. Der Denkfehler: Niemand navigiert durchs Menü, wenn er gerade mitten in einem Text das Gefühl hat, verstanden zu werden. Genau in diesem Moment entscheidet sich, ob jemand weiterliest oder abspringt.

Um weniger verkäuferisch zu klingen, ließ ich einmal einen ganzen Abschnitt zur Terminbuchung von ChatGPT schreiben und kopierte ihn unverändert auf meine Website. Er klang glatt und austauschbar, und der Link darin führte trotzdem ins Leere, weil der Satz davor niemanden abholte. Das Problem war nie der fehlende Werkzeugkasten. Das Problem war die Angst vor dem einen Link, der wirklich zählt.

Nahaufnahme eines Laptops mit Google Search Console Statistiken – Klickverhalten für die Conversion-Optimierung im Blick

Der nächste Schritt darf nicht verschwiegen werden

Leserinnen sind beschäftigt, lesen am Handy zwischen zwei U-Bahn-Stationen oder während irgendwo nebenbei das Essen kocht. Wenn ich ihnen in diesem Moment nicht sage, wo es weitergeht, sind sie weg, nicht weil sie desinteressiert sind, sondern weil niemand nach einem Ausgang sucht, der nicht markiert ist.

An einem Dienstagnachmittag kamen zwei Anfragen fürs Erstgespräch kurz hintereinander über die Website rein, beide über denselben Link am Ende eines Blogartikels. Für mich bis heute der deutlichste Beweis, dass ein gut platzierter Link tatsächlich etwas bewirkt, wenn der Satz davor seine Arbeit macht.

Eine Hand notiert die 3-Klick-Regel im Notizbuch neben einem Laptop – Website-Strategie für interne Links

Interne Verlinkung ist Wegweiser-Arbeit, nicht Werbung

Ich vergleiche interne Verlinkung inzwischen mit einer Coaching-Stunde: Wenn eine Klientin erzählt, dass sie abends nicht abschalten kann, sage ich nicht 'schau doch mal generell, was dir hilft', sondern zeige ihr die eine Atemübung, die zu genau diesem Problem passt. Auf der Website macht ein Link nichts anderes. Er sagt: Genau hier geht es für dich weiter.

Als ich meiner Freundin Verena Gruber, die als Grafikdesignerin in München arbeitet, meinen neuen Call-to-Action zeigte, hinterfragte sie sofort den Satz davor: 'Klingt das nicht zu weich?' Sie hat einen völlig anderen Blick auf sowas als ich, deshalb frage ich sie inzwischen öfter, bevor ich einen Link live schalte.

Wenn der Linktext nach meiner eigenen Stimme klingt und nicht nach einer generischen Vorlage, klicken Menschen eher darauf – das ist meine Erfahrung nach drei Jahren, in denen ich an meinen eigenen Texten herumschraube.

Yogamatte lehnt an einem Schreibtisch neben einem Laptop – Solopreneurinnen-Alltag zwischen Coaching und Website-Texten

Wo Links gehören und wo nicht

Ebenso musste ich erst lernen, wie man Wunschkunden ansprechen kann, ohne dass sich der Linktext wie eine Aufforderung anfühlt – das war für mich der schwierigste Teil der ganzen Zielgruppen-Ansprache. Dass solche internen Links nebenbei auch bei den SEO-Grundlagen helfen, weil Google dadurch die Struktur meiner Seite besser versteht, war für mich dabei immer nur ein netter Nebeneffekt, nie der Hauptgrund.

Genau deshalb verlinke ich, sobald ich erkläre, wie man eine Dienstleistung beschreiben kann, im nächsten Satz ganz natürlich weiter zur Angebotsseite – dort zählt vor allem eine klare Struktur, keine lange Liste von Fachbegriffen. Auf der Über-mich-Seite dagegen verlinke ich nicht als Erstes zum Erstgespräch, sondern zu einem Blogartikel, der zeigt, wie ich arbeite – Vertrauen kommt vor Buchung.

Wichtiger war mir, im Linktext Vorteile statt Merkmale zu benennen – nicht 'Erstgespräch buchen', sondern was für die Leserin danach anders ist. Sogar beim Schreiben einer starken Überschrift denke ich inzwischen mit, welcher Link direkt darunter Sinn ergibt, weil eine starke Überschrift ohne passenden nächsten Schritt ins Leere läuft.

Bunte Kinderzeichnung über dem Arbeitsplatz – Alltag einer Solopreneurin beim Schreiben der eigenen Website-Texte

Nach einer Kundenstimme als Social-Proof verlinke ich oft direkt weiter zum Kalender, weil das Vertrauen genau in diesem Moment am größten ist. Ist ein Abschnitt nach der PAS-Methode aufgebaut, kommt der Link logischerweise erst nach der Lösung, niemals davor, sonst wirkt er wie eine Unterbrechung.

Beim Storytelling setze ich den Link ans Ende der Geschichte, nicht mittendrin, weil ein Link innerhalb einer Anekdote den Lesefluss zerreißt. Am Ende zählt trotzdem nur, ob man Texte für die Terminbuchung schreiben kann, die verständlich sind – 'hier klicken' sagt niemandem, was ihn erwartet, ein konkretes Wort wie 'Erstgespräch' schon.

Die eine Regel, die jetzt für mich gilt

Meine Regel ist einfach: höchstens ein, zwei gezielte Links pro Text, aber die dann bewusst und an der richtigen Stelle gesetzt.

Für uns Solopreneurinnen ist das kein nettes Extra, sondern Pflichtprogramm – und aus Sicht der Conversion-Optimierung der Unterschied zwischen einer hübschen Seite und einer Seite, die tatsächlich Buchungen bringt.

Ein Link ist kein Betteln um einen Klick. Er ist die Antwort auf eine Frage, die deine Leserin sich in genau diesem Moment stellt.

Wenn du das nächste Mal vor einem Absatz sitzt und überlegst, ob der Link zu aufdringlich wirkt: Er wirkt nicht aufdringlich, wenn der Satz davor seine Arbeit schon gemacht hat. Das ist der ganze Unterschied zwischen einer Website, die höflich schweigt, und einer, die tatsächlich zum Erstgespräch führt.

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