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Workshop Texte schreiben: So erstellst du eine Landingpage die wirklich verkauft

Am Marktstand auf dem Viktualienmarkt weiß jede Verkäuferin in einem Satz, was sie verkauft und warum ich es kaufen soll – meine eigene Landingpage für den Workshop hat dafür zehn Wochen gebraucht. Zehn Wochen, in denen ich als Solopreneurin ohne Marketing-Hintergrund vor allem gelernt habe, wie viel zwischen „ich habe da ein Angebot" und „das will ich haben" liegen kann.

Der Auslöser war, dass ich den Workshop zum ersten Mal öffentlich anbieten wollte, statt ihn nur bestehenden Kundinnen nebenbei zu erwähnen. Auf einmal brauchte ich eine Seite, die für sich allein überzeugt, ganz ohne mich daneben im Raum.

Vielleicht kennst du das Gefühl aus deinem eigenen Bereich, egal ob Yoga, Beratung oder Handwerk (bei mir sind es Atemtechniken): Du bist Expertin in der Sache selbst, aber sobald daraus ein Angebot in Textform werden soll, fühlst du dich wie eine schlechte Vertreterin für dein eigenes Produkt.

Dabei ist eine Landingpage eigentlich kein Werbeplakat, sondern eher ein Gespräch, das ich sonst am Marktstand nebenan führen würde – nur eben schriftlich, ohne dass jemand live nachfragen kann.

Vier Videos über Schreibblockaden, kein einziger Satz danach

Mein erster Reflex war, mir Hilfe im Netz zu holen. Ich habe mir vier Videos über Schreibblockaden angeschaut, alle mit Tipps zu Routinen und Schreibritualen – und danach stand kein einziger neuer Satz auf der Seite. Nach zwei Stunden am selben leeren Absatz war die Anspannung in meinen Schultern schlimmer als vorher, und der Cursor blinkte immer noch an derselben Stelle.

Zwischen Video zwei und Video vier merkte ich, dass mir kein weiteres Motivationsvideo half, sondern eine Reihenfolge, an die ich mich halten konnte. Inspiration hatte ich genug. Was fehlte, war ein Gerüst, das mir sagt, was als Nächstes kommt.

Laptop mit geöffnetem Website-Editor und einer Tasse Tee, beim Schreiben der Landingpage-Texte für den Workshop

Ein Workshop hat mir mehr gebracht als jeder Soloversuch

Eine Freundin von mir verkauft handgemachte Keramik auf dem Auer Dult, und als ich ihr meinen ersten Entwurf gezeigt habe, wollte sie nur wissen, was für ihre Kundinnen danach anders ist – nicht, was im Workshop selbst passiert. Der Trick mit Vorteile statt Merkmale texten hat bei einem einzelnen Workshop besonders gut funktioniert, weil der genaue Ablauf für die meisten Leute uninteressant ist. Früher stand auf meiner Seite: zwei Stunden mit Übungen und kurzer Theorie. Heute steht da, was danach spürbar anders ist – ruhigerer Atem, weniger Druck im Brustkorb, ein klarer Kopf für den Rest des Tages.

Die Lexosophie-Methode als Rückgrat, nicht als Vorschrift

Was mir am Ende geholfen hat, kam aus der Lexosophie-Methode, mit der ich seither arbeite. Im Hintergrund lief die Problem-Agitation-Solution-Idee als unsichtbares Rückgrat mit, das jedem Abschnitt der Seite seinen festen Platz gegeben hat. Ich musste nicht mehr raten, was als Nächstes kommt – und genau das hat mehr gegen die Schulteranspannung geholfen als alle Videos zusammen.

Über-mich-Seite, Call-to-Action und die Frage, wen ich als Wunschkundin eigentlich anspreche: An jeder einzelnen Stelle könnte ich einen eigenen Text schreiben, aber für die Landingpage ging es erstmal nur um den nächsten Satz. Genauso mit der Angebotsseite, die etwas anderes leisten muss als eine Landingpage, mit SEO-Grundlagen, die ich bis heute nur oberflächlich verstehe, und mit Kundenstimmen, die später mehr überzeugt haben als jedes Argument von mir selbst.

Storytelling kam bei mir erst ganz am Schluss dazu, als kurzer persönlicher Satz über meinen eigenen Fehlstart, nicht als große Strategie für die ganze Seite. Wer seine eigene Dienstleistung beschreiben will, sollte trotzdem eher bei der Kundin anfangen als beim eigenen Zertifikat, auch wenn das nochmal eine andere Geschichte ist. Genau da habe ich auch meine eigene Stimme wiedergefunden, die zwischen all den Vorlagen fast verloren gegangen wäre. Verständlich sollte am Ende jeder Satz vor allem für Leute sein, die noch nie etwas von Landingpages gehört haben – eher wie am Marktstand erklärt als in einem Fachartikel.

Handgezeichnete Mindmap zur Struktur einer Landingpage für den Workshop einer Solopreneurin

Probier diese Reihenfolge für deine nächste Landingpage aus

Konkret hat vor allem eins wirklich etwas verändert, nachdem ich die Seite viermal umgeschrieben hatte: Klarheit schlägt Kreativität. Wenn ich drei Monate über einer Überschrift brüte, ist sie am Ende meistens zu kompliziert statt zu gut. Wert vor Preisdruck zu kommunizieren hat außerdem dafür gesorgt, dass sich die Interessentinnen melden, die tatsächlich zu meinem Workshop passen, statt nur nach dem günstigsten Termin zu fragen.

Um die zehnte Woche herum ging die Seite live, mit den Texten für die Terminbuchung gleich mit, damit auch die letzten Zweifel nicht auf halbem Weg hängen bleiben. Kurz danach schrieb mir eine neue Kundin, sie hätte beim ersten Telefonat das Gefühl gehabt, mich schon zu kennen, einfach weil sie vorher meine Seite gelesen hatte.

Ruhiger Arbeitsplatz in der Dämmerung mit dem blauen Licht des Laptops nach fertig geschriebenen Landingpage-Texten

Fazit: Deine Landingpage muss nicht perfekt sein, nur ehrlich

Wenn du gerade selbst vor einer leeren Landingpage sitzt und dich fragst, ob das je fertig wird: Es ist okay, wenn der erste Entwurf schlecht ist. Meine ersten Versuche waren es auch, mehrfach. Wichtig ist, dass du deine eigene, authentische Note findest, statt Marketing-Vorlagen zu kopieren.

Nicht ein weiteres Tool oder Video bringt eine leere Landingpage zum Laufen, sondern eine Deadline mit echtem Feedback von außen – das ist die Reihenfolge, die bei mir am Ende funktioniert hat. Genau darum ging es auch in meinem eigenen Workshop: weniger an der perfekten Formulierung feilen, mehr die Struktur nutzen, die schon feststeht. Falls du wissen willst, wie es nach dem ersten Klick weitergeht, lohnt sich ein Blick auf Dankeseite Text schreiben, damit die Reise für deine Kundinnen positiv weiterläuft.

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