
Es ist spät am Abend, mein siebenjähriger Sohn schläft endlich (nach drei Runden 'nur noch eine Geschichte'), und ich starre seit einer gefühlten Ewigkeit auf diesen einen Satz für meine neue Workshop-Seite. „In diesem Kurs lernst du, besser zu atmen.“ Gott, wie furchtbar langweilig – das klingt wie die Bedienungsanleitung für eine Kaffeemaschine, nicht nach der befreienden Erfahrung, die ich meinen Klienten hier in München eigentlich bieten möchte.
Kennst du das? Dieser Moment, in dem du genau weißt, was dein Coaching bewirkt, aber sobald du versuchst, es in ein Dokument zu tippen, verwandelt sich alles in hölzernes Marketing-Blabla oder – noch schlimmer – in gähnende Leere. Ich habe in den letzten sechs Jahren auf die harte Tour gelernt, dass eine Website sich nicht von alleine schreibt. Und ich habe gelernt, dass ich keine Lust mehr habe, meine wertvollen freien Wochenenden mit dem Umstellen von Adjektiven zu verschwenden.
Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalte ich eine Provision, während sich für dich am Preis absolut nichts ändert. Ich teile hier nur Tools und Kurse wie Lexosophie, die ich selbst für meine Yoga-Texte genutzt habe, um zwischen Kind, Matte und Business nicht den Verstand zu verlieren. Hier findest du meine vollständige Offenlegung.
Das Problem mit der „künstlichen“ Intelligenz (und warum sie mich erst nervte)
Als der ganze Hype um KI vor einiger Zeit so richtig losging, dachte ich erst: „Super, das ist die Rettung!“ Ich habe ChatGPT mit Infos gefüttert und gesagt: „Schreib mir einen Text für eine Yoga-Website.“ Das Ergebnis war... nun ja. „Entfessle dein inneres Potenzial und finde die göttliche Harmonie in deinem Core.“ – Ähm, nein danke. So rede ich nicht. So atme ich nicht mal. Es klang furchtbar künstlich, seelenlos und so gar nicht nach mir.
Ich war kurz davor, das Thema KI komplett abzuhaken und mich wieder in meine bewährte Methode des „drei Stunden auf den blinkenden Cursor starren“ zu flüchten. Bis ich diesen Frühling über Lexosophie gestolpert bin. Das war etwa im März, als ich mal wieder völlig frustriert vor meiner Über mich Seite saß und merkte, dass ich den fünften Entwurf gerade wieder gelöscht hatte, weil er entweder zu angeberisch oder zu schüchtern klang.

Was ist Lexosophie eigentlich? (Und warum ist es kein normaler Schreibkurs?)
Ehrlich gesagt dachte ich am Anfang, es sei nur ein schicker Name für „Wir zeigen dir, wie man ChatGPT bedient“. Aber es ist eher wie eine Brücke. Stell dir vor, du hast das ganze Fachwissen (dein Coaching-Herz) und die KI hat die Rechenpower, aber ihr sprecht einfach unterschiedliche Sprachen. Lexosophie ist quasi der Dolmetscher dazwischen.
Es geht nicht darum, dass die Maschine für dich schreibt und du nur noch zuschaust. Es geht darum, dass du lernst, die KI so zu füttern (man nennt das wohl Prompts, aber ich nenne es einfach „ordentliche Anweisungen“), dass sie deinen echten Tonfall trifft. Das spart massiv Zeit, weil du nicht mehr bei Null anfängst. Du fängst bei etwa 70 % an und musst nur noch den Feinschliff machen. Für mich als Solopreneurin, die zwischen Buchhaltung, Kinderspielplatz und Yoga-Matte jongliert, war das ein echter Gamechanger.
Der Kurs Lexosophie ist besonders für Leute wie uns gedacht, die keine Lust auf kompliziertes Technik-Gedöns haben, sondern einfach nur wollen, dass die Texte endlich fertig werden. Man bekommt neun Monate Zugang, was super ist, weil ich neben meinem Tagesgeschäft oft nur alle zwei Wochen dazu komme, mich wirklich mal eine Stunde dranzusetzen.
Mein konkreter Versuch: Der Workshop-Text im April
Ich wollte einen Text für meinen „Breathwork & Business“-Workshop schreiben, der Anfang April online gehen sollte. Früher hätte mich das zwei ganze Vormittage und mindestens drei Packungen Nervennahrung gekostet.
- Früher: Ich habe versucht, „ansprechend“ zu schreiben, hatte 20 Tabs mit Konkurrenzseiten offen und habe am Ende alles wieder gelöscht, weil es wie eine schlechte Kopie klang.
- Mit dem Lexosophie-Ansatz: Ich habe die Struktur aus dem Kurs genutzt, meine echten Gedanken (ungefiltert und chaotisch!) reingekippt und die KI als Sparringspartner genutzt.
Das Ergebnis war nach etwa 45 Minuten fertig. Ein Text, der meine Begeisterung transportiert, aber professionell strukturiert ist. Kein „Entfessle dein Potenzial“-Quatsch, sondern echte Sätze, die meine Kunden verstehen und die sich nach mir anfühlen.
Warum wir Solopreneure beim Texten so oft eine Schreibblockade haben
Wir sind oft viel zu nah dran an unserem eigenen Thema. Wenn ich über Atemübungen schreibe, sehe ich die Anatomie, die Physiologie und meine jahrelange Ausbildung vor mir. Meine Kundin sieht aber nur: „Ich bin gestresst, mein Nacken tut weh und ich will, dass das aufhört.“
Die KI – wenn man sie richtig füttert – hat diese nötige emotionale Distanz. Sie kann deine komplizierten Gedanken nehmen und sie so sortieren, dass ein Außenstehender sie versteht. Laut Wikipedia ist KI ja im Grunde nur Mustererkennung. Und genau das hilft uns: Die KI erkennt das Muster in deinem „Gedanken-Chaos“ und bringt es in eine Form, die auf einer Startseite wirklich funktioniert.
Aber Vorsicht: Ohne eine Methode wie Lexosophie bleibt die KI oft oberflächlich. Man braucht diesen strategischen Unterbau, damit die Texte nicht nach Massenware klingen. Ich habe das neulich gemerkt, als ich versucht habe, schnell einen Newsletter-Entwurf ohne die gelernten Schritte zu machen – es war sofort wieder dieses glatte, seelenlose Zeug, das niemand lesen will.
Meine 3 größten Zeitfresser – und wie die KI sie „gefressen“ hat
1. Die Headline-Hölle
Ich kann Stunden damit verbringen, eine Überschrift zu finden. Ist sie zu reißerisch? Zu brav? Versteht man, was ich meine? Mit der richtigen Unterstützung lasse ich mir jetzt 15 Variationen ausspucken, picke mir die zwei besten raus und mixe daraus meine eigene. Zeitaufwand: Vielleicht fünf Minuten statt einer Stunde Grübeln.
2. Die Struktur (Der rote Faden)
Ich neige dazu, total abzuschweifen. Ich will alles erklären – von der Zwerchfellatmung bis zur Stressresistenz. Die KI hilft mir, den Fokus zu behalten. „Schreib mir eine Gliederung für diese Angebotsseite, die das Problem meiner Kunden zuerst anspricht.“ Bäm. Das Gerüst steht und ich muss nur noch die Lücken füllen.
3. Das ewige „Verschlimmbessern“
Kennst du das, wenn du einen Satz zehnmal umstellst und er am Ende schlechter ist als vorher? Hier nutze ich gerne ein zweites Tool zur Kontrolle. Wenn ich meine Rohfassung habe, jage ich sie durch die WORTLIGA Textanalyse. Das Tool ist super, um Passivkonstruktionen oder endlose Schachtelsätze (meine absolute Spezialität!) zu finden. Es sagt mir zwar nicht, *was* ich schreiben soll, aber es haut mir virtuell auf die Finger, wenn ich zu kompliziert werde. Das spart mir das ewige Zweifeln, ob der Text „gut genug“ ist.
Ehrliche Worte: Was KI und Kurse nicht können
Ich will hier nicht klingen wie diese typischen Marketing-Gurus auf Instagram, die behaupten, alles ginge auf Knopfdruck. KI ist keine Wunderwaffe, die du einmal anklickst und dann ist dein Business ein Selbstläufer. Du musst immer noch wissen, wer deine Kunden sind und was dich als Coach ausmacht. Wenn du keine Ahnung von deinem Angebot hast, wird auch der beste Prompt nur wohlklingenden Unsinn produzieren.
Es braucht eine kurze Einarbeitungszeit, um zu verstehen, wie man mit der KI spricht. Aber wenn man den Dreh einmal raus hat, ist es, als hätte man eine kleine Redaktionsassistentin neben sich sitzen, die niemals müde wird und keine schlechte Laune bekommt, wenn man den zehnten Entwurf wieder verwirft. Das nimmt diesen unglaublichen Druck raus, alles perfekt machen zu müssen.
Besonders geholfen hat mir auch zu lernen, wie man Kundenstimmen auf der Website einbinden kann, um das Vertrauen zu stärken, ohne dass es sich wie Eigenlob anfühlt. Auch dabei kann die KI helfen, indem sie aus langen Feedbacks die wichtigsten Kernaussagen herausfiltert.
Mein Fazit: Lohnt sich der Einstieg für dich?
Wenn du wie ich bist – also keine Marketing-Expertin, keine Technik-Affinität hast und eigentlich nur dein Coaching machen willst – dann ja. Die Zeitersparnis ist massiv. Nicht nur, weil die Texte schneller fertig werden, sondern weil diese quälende Schreibblockade verschwindet.
Die KI liefert dir den „hässlichen ersten Entwurf“, über den alle Autoren immer reden. Und von da aus ist es viel einfacher, etwas Schönes und Authentisches zu machen. Falls du gerade auch vor einer leeren Seite sitzt und dich fragst, warum zum Teufel Website-Texte so schwer sein müssen: Schau dir Lexosophie mal an. Es war für mich die erste Investition in mein Marketing, die sich nicht nach „Geld aus dem Fenster werfen“ angefühlt hat, sondern nach echter Erleichterung.
Und jetzt? Jetzt schließe ich meinen Laptop, trinke meinen Tee aus und genieße den Feierabend – ohne dieses nagende schlechte Gewissen, weil die Workshop-Seite noch nicht fertig ist. Denn sie ist es. Endlich.