
Es ist 23:15 Uhr, mein siebenjähriger Sohn schläft endlich, und ich starre seit zwei Stunden auf diesen einen Satz für meine neue Workshop-Seite. „In diesem Kurs lernst du, besser zu atmen.“ Gott, wie langweilig – das klingt wie eine Gebrauchsanweisung für einen Staubsauger, nicht nach der befreienden Erfahrung, die ich meinen Klienten in München eigentlich bieten will.
Kennst du das? Dieses Gefühl, dass dein Kopf voller toller Ideen ist, aber sobald du versuchst, sie in ein Google Doc zu tippen, verwandelt sich alles in hölzernes Marketing-Blabla. Ich habe in den letzten sechs Jahren gelernt, dass eine Website sich nicht von alleine schreibt – und dass ich keine Lust mehr habe, meine Wochenenden mit dem Umstellen von Adjektiven zu verbringen.
Hinweis: In diesem Artikel erzähle ich dir von meinen Erfahrungen und nutze Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine Provision, aber für dich bleibt der Preis genau gleich. Ich empfehle hier nur Dinge wie Lexosophie, die ich wirklich selbst für meine Yoga-Texte genutzt habe, um nicht wahnsinnig zu werden. Hier findest du meine vollständige Offenlegung.
Das Problem mit der „künstlichen“ Intelligenz
Als der ganze Hype um KI losging, dachte ich erst: „Super, das ist die Lösung!“ Ich habe ChatGPT gefüttert mit: „Schreib mir einen Text für eine Yoga-Website.“ Das Ergebnis? „Entfessle dein inneres Potenzial und finde die Harmonie in deinem Core.“ – Ähm, nein danke. So rede ich nicht. So atme ich nicht mal. Es klang furchtbar künstlich und so gar nicht nach mir.
Ich war kurz davor, das ganze Thema KI wieder zu begraben und mich wieder in meine bewährte Methode des „drei Stunden auf den Cursor starren“ zu flüchten. Bis ich über Lexosophie gestolpert bin. Das war im Februar, als ich mal wieder völlig frustriert vor meiner Über-mich-Seite saß und merkte, dass ich den vierten Entwurf gerade wieder gelöscht hatte.
Was ist Lexosophie überhaupt? (Und warum ist es kein normaler Schreibkurs?)
Ehrlich gesagt, am Anfang dachte ich, es sei nur ein schicker Name für „Wir zeigen dir, wie man ChatGPT bedient“. Aber es ist eher wie eine Brücke. Stell dir vor, du hast das Fachwissen (dein Coaching) und die KI hat die Rechenpower, aber ihr sprecht unterschiedliche Sprachen. Lexosophie ist der Dolmetscher dazwischen.
Es geht nicht darum, dass die Maschine für dich schreibt. Es geht darum, dass du lernst, der Maschine so zu füttern, dass sie deinen Tonfall trifft. Das spart massiv Zeit, weil du nicht mehr bei Null anfängst. Du fängst bei 70 % an und musst nur noch den Feinschliff machen. Für mich als Solopreneurin, die zwischen Buchhaltung, Kind und Matte jongliert, war das der absolute Gamechanger.
Mein erster Versuch: Der Workshop-Text
Ich wollte einen Text für meinen „Breathwork & Business“-Workshop im März schreiben. Früher hätte mich das zwei ganze Vormittage gekostet.
- Früher: Ich habe versucht, „ansprechend“ zu schreiben, habe 20 Tabs mit Konkurrenzseiten offen gehabt und am Ende alles kopiert und wieder gelöscht, weil es nicht nach mir klang.
- Mit Lexosophie-Ansatz: Ich habe die Struktur aus dem Kurs genutzt, meine echten Gedanken reingekippt (ungefiltert!) und die KI als Sparringspartner genutzt.
Das Ergebnis war nach 45 Minuten fertig. Ein Text, der meine Begeisterung transportiert, aber professionell strukturiert ist. Kein „Entfessle dein Potenzial“-Quatsch, sondern echte Sätze, die meine Kunden verstehen.
Warum wir Solopreneure beim Texten so oft scheitern
Wir sind zu nah dran. Wenn ich über meine Atemübungen schreibe, sehe ich die Anatomie, die Physiologie, die jahrelange Ausbildung. Meine Kundin sieht aber nur: „Ich bin gestresst und will, dass das aufhört.“
Die KI – wenn man sie richtig füttert – hat diese emotionale Distanz. Sie kann deine komplizierten Gedanken nehmen und sie so sortieren, dass ein Außenstehender sie versteht. Laut Wikipedia ist KI ja im Grunde nur Mustererkennung. Und genau das hilft uns: Die KI erkennt das Muster in deinem „Gedanken-Müll“ und bringt es in eine Form, die verkauft.
Aber Vorsicht: Ohne eine Methode wie Lexosophie bleibt die KI oberflächlich. Man braucht diesen strategischen Unterbau, damit die Texte nicht nach Massenware klingen. Ich habe das im März gemerkt, als ich versuchte, schnell einen Newsletter-Entwurf ohne die gelernten Prompts zu machen – es war sofort wieder dieses glatte, seelenlose Zeug.
Meine 3 größten Zeitfresser – und wie die KI sie gefressen hat
1. Die Headline-Hölle
Ich kann Stunden damit verbringen, eine Überschrift zu finden. Ist sie zu reißerisch? Zu brav? Mit der richtigen Unterstützung lasse ich mir jetzt 20 Variationen ausspucken, picke mir die drei besten raus und mixe daraus meine eigene. Zeitaufwand: 5 Minuten statt 60.
2. Die Struktur (Der rote Faden)
Ich neige dazu, abzuschweifen. Ich will alles erklären – von der Zwerchfellatmung bis zur Stressresistenz. Die KI hilft mir, den Fokus zu behalten. „Schreib eine Gliederung für eine Angebotsseite nach dem Problem-Lösung-Schema.“ Bäm. Das Gerüst steht.
3. Das „Feinschliff-Gefängnis“
Kennst du das, wenn du einen Satz zehnmal umstellst? Hier nutze ich gerne ein zweites Tool zur Kontrolle. Wenn ich meine Rohfassung habe, jage ich sie durch die WORTLIGA Textanalyse. Das Tool ist super, um Passivkonstruktionen oder endlose Schachtelsätze (meine Spezialität!) zu finden. Es sagt mir zwar nicht, *was* ich schreiben soll, aber es haut mir auf die Finger, wenn ich zu kompliziert werde.
Ehrliche Worte: Was Lexosophie nicht kann
Ich will hier nicht so klingen wie die typischen Marketing-Gurus auf Instagram. KI ist keine Wunderwaffe, die du einmal anklickst und dann ist dein Business ein Selbstläufer.
Du musst immer noch wissen, wer deine Kunden sind. Du musst immer noch wissen, was dich als Coach ausmacht. Wenn du keine Ahnung von deinem Angebot hast, wird auch der beste Prompt nur wohlklingenden Unsinn produzieren.
In meinem ausführlichen Bericht Lexosophie im Test habe ich schon mal beschrieben, wie ich mich am Anfang angestellt habe. Es braucht eine kurze Einarbeitungszeit. Aber wenn man den Dreh raus hat, ist es, als hätte man eine kleine Redaktionsassistentin neben sich sitzen, die niemals müde wird und keine schlechte Laune bekommt, wenn man den fünften Entwurf wieder verwirft.
Ein konkretes Beispiel aus meiner Praxis
Anfang April wollte ich meine „Über mich“-Seite zum fünften Mal überarbeiten (ja, ich bin ein hoffnungsloser Fall).
Erster Entwurf (manuell): „Ich bin zertifizierte Yoga-Lehrerin seit 2018 und biete Kurse in München an. Mein Fokus liegt auf der Verbindung von Atem und Bewegung.“ – Gähn. Das steht auf jeder zweiten Website.
Mit KI-Support (nach Lexosophie-Methode): Ich habe der KI erzählt, warum ich damals nach dem Zeitungstermin so Panik hatte, weil ich keine Website hatte. Ich habe ihr von meinem Chaos mit dem siebenjährigen Sohn und der Jimdo-Seite erzählt.
Das Ergebnis war ein Text, der mit genau dieser Geschichte einsteigt. Er ist menschlich, er ist nahbar und er erklärt trotzdem meine Expertise. Und das Beste: Ich habe dafür nicht drei Monate gebraucht, sondern einen Nachmittag.
Fazit: Lohnt sich der Einstieg für dich?
Wenn du wie ich bist – also keine Marketing-Expertin, keine Technik-Affinität hast und eigentlich nur dein Coaching machen willst – dann ja. Die Zeitersparnis ist massiv. Nicht nur, weil die Texte schneller fertig werden, sondern weil dieser unglaubliche Druck wegfällt, alles perfekt machen zu müssen.
Die KI liefert dir den „hässlichen ersten Entwurf“, über den alle Autoren immer reden. Und von da aus ist es viel einfacher, etwas Schönes zu machen.
Falls du gerade auch vor einer leeren Seite sitzt und dich fragst, warum zum Teufel Website-Texte so schwer sind: Schau dir Lexosophie mal an. Es ist für mich die erste Investition in mein Marketing gewesen, die sich nicht nach „Geld aus dem Fenster werfen“ angefühlt hat, sondern nach echter Erleichterung.
Und jetzt? Jetzt schließe ich mein Laptop, trinke meinen Tee aus und genieße den Feierabend – ohne schlechtes Gewissen, weil die Workshop-Seite noch nicht fertig ist. Denn sie ist es. Endlich.